Projekt Biotop
Entwicklungsphase
Bereits nach dieser kurzen Entwicklungsphase können wir sagen, dass das neue Biotop von der Tier- und Pflanzenwelt sehr gut angenommen wird. Regelmäßige Stichproben, gezielte Beobachtungen sowie die festgestellten Wachstums- und Verhaltensmuster bestätigen uns bis heute in unserer Arbeit und zeigen, dass sich der große Aufwand gelohnt hat.
Nach den vielen Herausforderungen und der intensiven Bauphase möchten wir diesem besonderen Lebensraum nun etwas Ruhe und vor allem Zeit zur natürlichen Entwicklung geben. Natürlich werden wir euch weiterhin auf dem Laufenden halten und darüber berichten, wie sich das Biotop entwickelt und was dort noch alles geschieht.
Künftig wird das Biotop außerdem ein wichtiger Bestandteil unseres Grünen Klassenzimmers sein. Kinder, Jugendliche und Besucher können dort die Entwicklung eines naturnahen Lebensraumes unmittelbar beobachten und mehr über Gewässerökologie, Artenvielfalt und praktischen Naturschutz erfahren.
Eigentliche Arbeit
Nachdem die technischen Probleme gelöst und das neue Wasserbauwerk fertiggestellt waren, konnte endlich die eigentliche Arbeit beginnen: die naturnahe Gestaltung und Bepflanzung des Biotops. Ziel war es, den zuvor neu geschaffenen Bereich mit Leben zu erfüllen und sowohl die Wasserfläche als auch die Rand- und Uferzonen ökologisch aufzuwerten.
Dabei entschieden wir uns bewusst für eine besonders intensive und vielfältige Bepflanzung. Insgesamt wurden rund 2,5 Tonnen Pflanzen eingebracht – verteilt auf mehr als 20 verschiedene Arten. Auf diese Weise entstand innerhalb kurzer Zeit ein abwechslungsreicher Lebensraum, der zahlreichen Tieren Schutz, Nahrung sowie geeignete Rückzugs- und Fortpflanzungsmöglichkeiten bietet.
Vorhandenen historischen Stollen
An den vorhandenen historischen Stollen konnte ein neues Regulierungsbauwerk angeschlossen werden. Dadurch ist das Wassermanagement des Rosensees langfristig gesichert und der Wasserstand kann künftig gezielt kontrolliert und reguliert werden. Dies schafft nicht nur größere Wasserreserven für trockene Sommermonate, sondern gewährleistet auch der Tier- und Pflanzenwelt einen möglichst konstanten und sicheren Lebensraum.
Intensiver Suche
Nach intensiver Suche konnte die Ursache der Undichtigkeit schließlich gefunden werden: Es handelte sich um einen rund 140 Jahre alten Stollen, der bei den Baggerarbeiten unbemerkt beschädigt worden war. Wie sich später herausstellte, hatte dieser historische Stollen den Rosensee vermutlich bereits über viele Jahre hinweg langsam entwässert.
Für uns war dieser Fund deshalb Glück im Unglück. Zwar verursachte die Beschädigung zunächst einen erheblichen Wasserverlust und großen zusätzlichen Aufwand, gleichzeitig eröffnete sie aber die Möglichkeit, ein dauerhaftes und kontrollierbares Wassermanagement zu schaffen. Der Stollen wurde bis zu einer festgelegten Stelle fachgerecht zurückgebaut und anschließend gezielt in das neu errichtete Wasserbauwerk eingebunden.
Dadurch kann der Wasserstand des Rosensees künftig wesentlich besser reguliert werden. Gleichzeitig lassen sich größere Wasserreserven für trockene und heiße Sommermonate schaffen. Aus einem zunächst großen Problem entstand somit eine langfristige Verbesserung für den See und seine ökologische Entwicklung.
Hauptsee getrennt
Am 10. April musste das neu angelegte Biotop erneut vom Hauptsee getrennt werden. Grund dafür waren erhebliche Undichtigkeiten, durch die der gesamte Rosensee zunehmend Wasser verlor. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, an welcher Stelle das Wasser austrat und wohin es abfloss. Um einen weiteren Wasserverlust zu verhindern, musste daher schnell gehandelt und mit der aufwendigen Suche nach der Ursache begonnen werden.
Verbindung zwischen dem neuen Biotopbereich und dem Hauptsee
Am 20. Februar 2026 wurde erstmals die Verbindung zwischen dem neuen Biotopbereich und dem Hauptsee hergestellt. Anschließend wurde das Biotop mit Wasser befüllt. Bis April blieb der Bereich weitgehend unberührt, damit sich das Wasser beruhigen und vorhandene Schwebstoffe sowie aufgewirbeltes Erdmaterial absetzen konnten.


































